Hochsensibel in Berlin

Wir treffen uns, um miteinander über unsere Probleme, aber auch über unsere Möglichkeiten zu reden, die wir durch unsere Wahrnehmung haben.

Der Filter im Kopf, mit dem wir vieles von dem, was wir sehen, hören, riechen, fühlen und wahrnehmen als irrelevant ausblenden, ohne dass wir es uns bewusst gemacht haben, der ist bei uns in einigen Bereichen weniger stark ausgebildet. Das führt dazu, dass wir manches mehr wahrnehmen und dann auch bewusst verarbeiten müssen.

Das kann bei jedem von uns unterschiedlich ausgeprägt sein:

  • nicht nur hören, was jemand sagt, sondern auch wahrnehmen, was ungesagt mitgeteilt wird.
  • spüren, wenn zwischen Menschen unausgesprochene Spannungen sind
  • beim Spazierengehen unbedeutende Kleinigkeiten entdecken und sich von ihnen staunend beeindrucken lassen.
  • Geräusche so bewusst wahrnehmen, dass der allgegenwärtige Geräuschpegel zur Belastung werden kann.
  • Farben, Farbkombinationen und Lichtintensitäten so intensiv wahrnehmen, dass die Schmerzschwelle erreicht wird.
  • in alltäglichen Situationen so viel erleben, dass die Erschöpfung kommt, wenn andere erst richtig loslegen.
  • immer mal wieder langweilige Orte und ereignislose Situationen suchen, sich reizarme Rückzugsmöglichkeiten schaffen wollen.
  • mit Wahrnehmungen, die für einen selber offensichtlich sind, bei anderen auf Unverständnis stoßen.

Wir sind offen für alle, die an unserem Thema aus eigenem Erleben interessiert sind. Wir verstehen Hochsensibilität nicht als objektiv messbare Zustände des Nervensystems oder gar als eine besondere Form des Mensch-Seins sondern als ein Betroffensein mit unserem Thema, als ein Angesprochensein von unseren Problemkreisen. Von daher legen wir nicht fest, wer als hochsensibel anzusehen ist, sondern überlassen es jedem Einzelnen, sich angesprochen zu fühlen.

Als Selbsthilfegruppe geht es uns nicht um irgendwelche Forschungen oder Theoriebildungen, sondern um den Austausch unter Betroffenen, um authentische und achtsame Begegnungen. Wir bieten keine vorbereiteten Themenabende sondern unsere Themen entwickeln sich während unseres Treffens aus dem, was die Teilnehmer von sich mitteilen.

Wir sind keine professionell geleitete Gruppe, sondern wir begegnen uns auf gleicher Augenhöhe. Jeder ist sowohl für sich selbst verantwortlich als auch für das Wohl der Gruppe.

Wir fordern keine Gebühren oder Beiträge. Mit unseren freiwilligen Spenden finanzieren wir unsere Raumkosten und Aufwendungen im Zusammenhang mit unserer Gruppenarbeit. Eine Entlohnung einzelner Teilnehmer ist ausgeschlossen.

Wir sind unabhängig und gehören als Gruppe keiner Institution oder Konfession an.

Wir sind kein Verein und haben keine Mitgliedschaften sondern wir sind ein Ereignis, dass sich bei jedem Treffen aus dem entfaltet, was die, die gekommen sind, in die Gruppe einbringen.

Wir sind eine anonyme Gruppe in dem Sinn, dass wir das, was in der Gruppe gesagt wird, nicht nach außen tragen. Wir geben auch keine Informationen darüber, wer zu uns kommt. Unsere Kontaktliste ist nur für den internen Gebrauch und alle Angaben darauf sind freiwillig. Es reicht für unsere Gruppenarbeit aus, nur seinen Vornamen oder Wunschnamen zu sagen. Fotos, Videos oder Audiomitschnitte bedürfen der vorherigen ausdrücklichen Zustimmung aller Anwesenden.

Datum: 2. und 4. Dienstag im Monat
Uhrzeit: 19.00 Uhr
Ort: Selbsthilfezentrum Neukölln-Nord, Wilhelm-Busch-Straße 13, 12043 Berlin, Untergeschoss
Anmeldung: SHZ Neukölln-Nord, Tel 030 - 681 60 64 Mo 15-18 Uhr, Do 10-12 Uhr oder Email info@selbsthilfe-neukoelln.de
Gebühren: 0,50€-1€