Selbsthilfegruppen

Was wir unter Selbsthilfe verstehen:

Das Wesen der Selbsthilfe ist die wechselseitige Unterstützung auf der Ebene gleicher Betroffenheit oder eines gleichen Anliegens. Das bedeutet auch, Selbsthilfe braucht den Austausch mit den Mitmenschen, braucht den Rahmen einer Gruppe und das Gefühl der Zugehörigkeit. „Der erste Impuls ist meistens der Wunsch, sich mit dem eigenen Problem/Thema nicht mehr allein zu fühlen.“

In einer Selbsthilfegruppe treffen sich also Menschen, die

  • ihre Probleme selbst in die Hand nehmen,
  • ihre Erfahrungen und ihr Wissen austauschen,
  • neue Wege probieren, um ihre aktuelle Lebenssituation zu verbessern,
  • sich gegenseitig unterstützen und voneinander lernen.

Gerade in einer Zeit wachsender Isolierung der Menschen untereinander bieten Selbsthilfegruppen die Möglichkeit zu Gemeinsamkeit, Verständnis und solidarischer Unterstützung. Und deshalb ist eine Selbsthilfegruppe immer mehr als nur die Zahl ihrer Mitglieder! Selbsthilfegruppen arbeiten – in der Regel – ohne professionelle Hilfe. Die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe kann eine medizinische und/oder therapeutische Behandlung nicht ersetzen, jedoch sinnvoll ergänzen.

Der Zugang zu den Selbsthilfegruppen erfolgt häufig über einen ersten Kontakt zu Gruppenkontaktpersonen. Hier gilt der Slogan: „Kontaktpersonen sind die Türöffner*innen und Eintrittskarten für neue Teilnehmer*innen – SHG-Engagement verhilft zu wachsendem Selbstbewusstsein und –stärke im Umgang mit der eigenen Betroffenheit und professionellen Helfer*innen.“

Kosten

Für den Unterhalt muß das Selbsthilfe- und Stadtteilzentrum einen Teil der Kosten selbst erwirtschaften. Deshalb werden die Selbsthilfegruppen im Laufe eines Jahres um Spenden gebeten. Ansonsten ist die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe kostenfrei.